Neuer Schwung für die Gesundheitsregion NORD
08.11.2010 −
Die Gesundheitsregion NORD wird nach dem erfolgreichen Workshop in vier Projekten an aktuellen Themen arbeiten.
"Die Nordseeakademie in Leck scheint für die Gesundheitsregion NORD ein gutes Pflaster zu sein", so beginnt Prof. Dr. Roland Trill seinen Bericht über einen Wochenendworkshop der GRN, an dem 35 Mitglieder der Gesundheitsregion NORD teilnahmen. Nachdem die Gesundheitsregion NORD erfolgreich am Bundeswettbewerb "Gesundheitsregionen der Zukunft" teilgenommen hat (und es dabei unter die besten 14 Gesundheitsregionen Deutschlands geschafft hatte), wird sich die Gesundheitsregion NORD nun wieder verstärkt Projekten in der Region zuwenden. Nach lebhaften Diskussionen wurden vier größere Projekte begonnen.

Dem Thema "Gesundheitstourismus" wird die Gesundheitsregion NORD treu bleiben. "Hier sehen wir insbesondere in Nordfriesland, aber auch in der Schleiregion großes Potenzial. Mit Unterstützung des Kompetenzzentrum "Gesundheitstourismus" des Landes soll es bereits Mitte 2011 ein erstes Angebot geben, das als Pilot für weitere Angebote dienen soll. Es ist selbstverständlich für uns, dass wir jeweils mit den Know-how-Trägern in der Region zusammen arbeiten werden. Bei diesem Thema wird uns beispielsweise die Fachhochschule Heide unterstützen.", so Prof. Trill.
Große Herausforderungen für alle Gesundheitsanbieter in der Region ist die Qualifizierung der Mitarbeiter, die Gewinnung neuer Mitarbeiter (insbesondere von Ärzten) und die Erprobung von neuen Formen der Arbeitsteilung, was zu neuen Berufsbildern führen wird. "Was der Einzelne nicht schafft bzw. schaffen kann, wollen wir gemeinsam angehen. Indem wir die in der Region vorhandenen Kompetenzen bündeln, erleichtern wir den Unternehmen die Weiterbildung der Mitarbeiter, reduzieren auch deren Kosten! Auch Kampagnen zur Stärkung der Region kommen allen Unternehmen zu gute! Auch hier sollen fertige Angebote bereits im ersten Quartal zur Verfügung stehen."
"Etwas länger wird es dauern, bis wir die von uns angestrebten transsektoralen Patientenpfade entwickelt haben werden. Wir streben eine Versorgung Hand in Hand über alle Sektorengrenzen hinweg an, was für den Patienten nicht nur die Versorgungsqualität, sondern auch die Lebensqualität in der Region steigen sollte."
"Die Projektgruppe Versorgung im ländlichen Raum dürfte das "dickste Brett" zu bohren haben. Restriktive, der zukünftigen Entwicklung entgegenstehende Rahmenbedingungen, aber auch gewohnte Denkmuster in den Köpfen erschweren diese Diskussion, sie entmutigen uns aber keineswegs", so Prof. Trill. "Wer tatsächlich für unsere Region was erreichen möchte, muss auch mutig neue Wege beschreiten. Wir werden dann mit der Selbstverwaltung und den Politiker darüber verhandeln müssen, auf welchem Wege wir das dann entwickelte Modell umsetzen können."
"Die in Leck spürbare Aufbruchstimmung lässt sich schwierig in Worte fassen. Ich bin mir sicher, dass der Gedanke der Gesundheitsregion NORD sich noch weiter in der Region verfestigen wird. Ich möchte nicht versäumen, weitere Unternehmen, aber auch engagierte Bürger und deren Verbände zur Mitarbeit einzuladen. Gestalten Sie mit an der Gesundheitsversorgung in unserer Region!" Nähere Informatione über die Projekte, sowie die nächsten Termine werden Sie in den nächsten Tagen auf unserer Webseite finden.

